RG Seerücken - Herzlich Willkommen!

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Geschichte


Gründung und Entstehung der Regionalgruppe

Präsident
Willy Haltinner


Mit 27 Jahren fing ich an mit den Schafen. Später kam auch ein Hund dazu, ein Bergamasker. Er war jedoch nicht sehr umgänglich mit kleinen Schafherden, was das Ganze anfangs nicht gerade einfach machte. Eines Tages wurde er leider von einem Auto überfahren und war tot. Einige Wochen später traf ich einen Kollegen und erzählte ihm von dem tragischen Unfall meines Hundes. Er meinte, er wisse von einem Border Collie, welcher noch einen guten Platz suchen würde. Erst war ich unsicher, ob dieser Hund wohl der richtige für mich war, doch dann entschied ich mich ihn zu kaufen. Meiner Ansicht nach für sehr viel Geld. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht, dass ich bereits schon der fünfte Besitzer dieses Hundes war. Ich nannte ihn Bero und er wurde zu einem ganz besonderen Wegbegleiter in meinem Leben.

Nach einer Woche setzte ich ihn zum ersten Mal bei den Schafen ein. Ich war fasziniert als ich sah, wie er meine Tiere ohne Probleme holte und in den Anhänger verlud. Ich staunte nur noch. Die Zeit verging und ich merkte, dass in Bero viel mehr Potential steckte uns so begann ich Kurse zu besuchen. Wir wurden mit der Zeit ein richtig gutes Team. Es kam der Tag, an dem man mich motivierte doch auch an Trials zu starten. Und der Erfolg liess nicht lange auf sich warten.
Die RG Ostschweiz bestand damals aus einem Gebiet vom Kanton Zürich, das Rheintal und ganz Graubünden eingeschlossen. Die RG schlug mir vor, das Amt des Technischen Leiters zu übernehmen, welches ich dann auch mehrere Jahre ausgeführt hatte.
Lange Zeit ging alles gut, doch es entstanden immer mehr Differenzen, Meinungsverschiedenheiten und die Unruhe in der RG wurden dadurch immer grösser. Ich verspürte immer mehr Mühe unter diesen Bedingungen dieses Amt auszuüben und brauchte eine Pause. Kurze Zeit später kam dann auch die Teilung der RG Ostschweiz zustande. Die RG Wyland wurde gegründet. Dadurch verkleinerte sich das weitläufige Einzugsgebiet etwas, was zum Vorteil aller Beteiligten war.
Drei Jahre nach der Teilung wurde ich erneut als Technischer Leiter gewählt, dazu ein fast komplett neuer Vorstand.
Diese Amts- Zeit hatte mich jedoch fast die ganze Kraft gekostet. Zum Schluss konnte ich kaum mehr selbständig arbeiten und mich in meiner Aufgabe auch nicht mehr entfalten. Dem Druck, den ich aus meinem Umfeld verspürte, konnte ich kaum mehr standhalten. Bis heute bin ich überzeugt, dass es nicht im Sinne des Border Collies und der Schafe ist, dass die Menschen gegen einander arbeiten und sich das Leben unnötig erschweren. Letztendlich machte ich das alles in meiner Freizeit, mit viel Freude, denn es tut Herz und Seele gut.
Es kam wie es kommen musste. Viele Mitglieder trennten sich vom Verein und wollten eine neue Regionalgruppe gründen. Zusammen mit Erwin Schenk wagte ich diesen Schritt und wir gründeten die RG Seerücken, eine Entscheidung, die sich bis heute bewährt hat.
Die Jungs und Mädels aus dem Jungschützenverein, von denen nur wenige der RG beigetreten sind, halfen mit ihrer jungen und erfrischenden Art tatkräftig mit. Unter diesen besonderen Bedingungen nochmals neu anzufangen war Motivation pur. Auch meine Lebenspartnerin schenkte mir Kraft, um all diese Hürden, die doch über längere Zeit andauerten, zu bewältigen. Es war nicht immer einfach, aber ich würde heute diesen Schritt wieder tun, denn in der neuen RG sind wir wieder stark und wir haben neue Energie gewonnen, um Neues zu planen und umzusetzen. So macht das Vereinsleben wieder Spass!

Persönlich bin ich bemüht, dass der Verein lebt und ich gebe gerne mein Wissen an Laien und aktive Hundefreunde weiter.
Verschiedene interne Kurse werden angeboten, von denen die Mitglieder profitieren können. Auch ein auswärtiger Hundeführer wurden schon eingeladen, damit die Mitglieder die Möglichkeit haben, sich weiterzubilden.

Nun, es ist immer wieder spannend und faszinierend zugleich, was es heisst einen Border Collie zu haben. Setze mich auch nach so vielen Jahren stets unermüdlich dafür ein, dass der Border Collie ein Arbeitshund ist und kein kuscheliger Familienhund.
Einen grossen Wunsch möchte ich mir noch erfüllen; eine Arbeitsprüfung zu organisieren, welche über vier Tage verteilt und auf verschiedenen Plätzen stattfindet. Ein grosses Vorhaben, dessen bin ich mir bewusst. Doch mit all meinen fleissigen Helfern sollte es vielleicht möglich sein, diesen grösseren Anlass umzusetzen. Eben, wie schon erwähnt, es besteht schon eine gewisse Faszination.
Vergessen wir auch nicht, wieviel Arbeit, Zeit und eigene Disziplin es braucht, bis ein Border Collie dein Freund und Helfer ist.
In diesem Sinne bewahren wir uns den Respekt unseren Tieren (Schafe) gegenüber und vergessen nicht, wieviel Arbeit uns so ein kleiner, flinker Hund in seinem ganzen Leben abnimmt.    



Ziel der Regionalgruppe
Ziel der Regionalgruppe ist es, örtlich das Interesse abzudecken und die Gebrauchshütehunde und deren Besitzer zu fördern und zu unterstützen. Die meisten Mitglieder sind in der Landwirtschaft tätig, sprich Bauern, Hirten und Hobbyschäfer. Alle Mitglieder haben die Möglichkeit sich einmal monatlich, zusammen mit einem Übungsleiter zu treffen und die Hunde zu trainieren. Ihnen steht aber jederzeit ein Trainingsplatz in Erlen und Wädli zur Verfügung, auf dem sie zusätzlich mit den Hunden trainieren können. Aber auch für Nichtmitglieder besteht die Möglichkeit von dem Verein und seinen Dienstleistungen zu profitieren. Für alle Hütehundehalter wird ein Sommer- und Winterkurs für Anfänger und Fortgeschrittene zu günstigen Preisen angeboten. Ein Kurs geht jeweils 6 mal 4 Stunden über fünf Monate verteilt. Dem Hundehalter wird hier das ruhige Arbeiten mit den Tieren, mit vielen Tipps und Tricks vermittelt.


 
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